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Die Geschichte eines Schloßes, das im südlichen Burgund im Mittelalter erbaut wurde, ist nur selten vergleichbar mit einem friedlich dahin fließendem Fluß.
So wurde das Schloß von Igé seit seiner Entstehung bedroht. Eine Prozesshandlung, die das Datum September 1235 und das Siegel von Louis IX, den künftigen Saint-Louis trägt, lehrt uns, dass der mächtige Abt von Cluny dem Grafen von Mâcon, dem Gutsherren von Igé, verbieten will, den Bau einer Festung in Angriff zu nehmen oder fortzusetzen und zwar ohne Rücksicht auf die Rechte, die die Mönche auf dieses Gebiet hatten.
Das Schloß wird dann zu einer Burgvogtei erhoben. Der Burgvogt verfügt über das Recht der Gerichtsbarkeit für das Dorf und einige benachbarte Dörfer.
Nach den erhaltenen Informationen aus den Annalen von Igé, die im Jahre 1936 von der Akademie von Mâcon veröffentlicht wurden, wurde offenbar, dass wenn das Schloß heute auch nur 3 Türme zählt, es zu einem gewissen Zeitpunkt der Geschichte davon 6 gab, wohingegen es zu einer anderen Gelegenheit um die Flügel gestutzt wurde. Im 18. Jahrhundert, kurz vor der Revolution, wurden die beiden schönen Türme, die sich am Nord- und am Südflügel befinden und den Garten westllich abgrenzen, errichtet. Der südliche Turm diente als Kapelle.
Die Struktur von 2 der 3 Türmen, die den Angriffen der Menschen und der Zeit widerstanden haben, gibt ein Rätsel auf.. In den dicken Mauern befanden sich Hohlräume, die sich vom Erdgeschoß bis zur letzten Etage erstreckten. Groß genug, um einen Menschen hineinzulassen oder festzuhalten, die aber zumindest gegenwärtig keine Öffnung nach außen aufweisen. Sie sind mit Mündungslöchern durchbohrt, die anscheinend der Belüftung dienten.. Vielleicht haben sie als kleines Versteck im Falle von Gefahr oder als Geheimgang gedient. Sie bestehen heute noch.
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Das Schloß war eines der ersten in der Umgebung von Mácon, das, provoziert durch den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 in Paris, unter dem Angriff der Welle der Revolte zu leiden hatte. Am 26. Juli wurde es verwüstet und geplündert. Schöne Bäume wurden gefällt und eine Scheune zerstört. Von den Revolten heimgesucht, zogen der Gutsherr und seine Gattin es vor, in die benachbarten Wälder zu fliehen. Es bleibt anzumerken, dass schon vor diesem besagten Jahr ein ernster Konflikt den Schlossherren gegen die Dorfbewohner aufbrachte und zwar aufgrund einer Quelle, die ein Teil der Bevölkerung für öffentlich und zum Gebrauch für die Allgemeinheit hielt ,obgleich der Gutsherr sie als sein Eigentum ansah. Bedenken wir, dass in Wirklichkeit beide Parteien wegen dieser Eigentumsstreitigkeiten sowohl in Mácon als auch vor dem Parlament in Paris gleichermaßen im Recht oder Unrecht waren, so wurde die Einfriedigung der Quelle, die der Gutsherr von Labletonnière veranlasste hatte und die einerseits dazu diente, die Benutzung zu untersagen oder andererseits um den Zugang zu ermöglichen, durch Angreifer zerstört. Danach, so sagt man uns in den Annalen, breitete die Bande sich in der Umgebung aus und die Schlösser von Saint-Maurice, Clessé, Péronne und Montbellet wurden geplündert und mehr oder minder verwüstet. Die Schlösser von Lugny und Senozan wurden in Brand gesetzt.
Aus diesem Grunde wurde, um diesen Tag ins Gedächtnis zurückzurufen und feierlich zu begehen, im Jahre 1989 die Straße, die auf den Eingang des Geländes mündet, wo das Schloß sich erhebt, umgetauft, um den neuen Namen <<Rue du 26 juillet 1789" (Straße des 26. Julis 1789) zu erhalten.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloß mehr oder minder dem Verfall überlassen.
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Von 1972 an wurde das Schloß von Henri Jadot restauriert und in ein Luxushotel umgewandelt. Seit 1990 hat Françoise FAUCON LIEURY, gegenwärtige Besitzerin, die Leitung des Hotels von Igé. Sie achtet unter Mitwirkung des sehr professionelles Personals ganz besonders auf die Erhaltung des Schlosses, damit ihre Gäste in diesem authentischen Rahmen und anlässlich ihres gastronomischen Aufenthaltes vom gleichermaßen mysteriösen wie auch familären Charme des Mittelalters eingefangen werden.
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